| 12.13 |
| Stiftung "Prediger-Witwen- und Waisenkasse des Hamburgischen Ministeriums" (Hamburg) |
| 1811-1970 |
Die Prediger-Witwen- und Waisenkasse des Hamburgischen Ministeriums, eine Stiftung bürgerlichen Rechts, wurde durch den Senior und die Pastoren und Prediger des Geistlichen Ministeriums am 25. Juli 1755 gegründet. Sie diente der Versorgung der Predigerwitwen und minderjährigen Waisen. Der Wirkungsbereich der Stiftung erstreckte sich lediglich auf die Hauptpastoren und die Pastoren zu St.Petri, St.Nikolai, St.Katharinen, St.Jacobi, St.Michaelis, St.Georg, St.Pauli und St.Gertrud.
Ab 1928/29 übernahm die Kirchenhauptkasse die Zahlung der Witwen- und Waisengelder für die Hinterbliebenen der hamburgischen Geistlichen; daher wurden die Bestimmungen der Satzung über die Verwendung der Mittel weitgehend außer Kraft gesetzt. Gleichzeitig wurde der Zweck der Stiftung darauf abgestellt, den im Amt oder im Ruhestand befindlichen Pastoren, den Hilfspredigern und Kandidaten der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate und ihren Hinterbliebenen in besonderen Notfällen Unterstützungen zu gewähren und zwar über die "Unterstützungskasse für Pastorenfamilien", der die Erträge aus den beiden Witwenkassen (s.u.) zuflossen. Ab 1955 trat an die Stelle der "Unterstützungskasse für Pastorenfamilien" die neu gegründete "Hilfskasse des Geistlichen Ministeriums zu Hamburg". Eine ursprünglich geplante Auflösung der Prediger Witwen- und Waisenkasse im Jahre 1955 kam nicht zustande.
Ab 1963 wurden die Stiftungen "Prediger-Witwen- und Waisenkasse des Hamburgischen Ministeriums" und "Witwen- und Waisenkasse der Hamburgischen Landprediger" durch personengleiche Vorstände verwaltet unter Wahrung ihrer Eigenständigkeit. Alle finanziellen Vorgänge wurden über die Hilfskasse des Geistlichen Ministeriums abgewickelt. Daher sind bei der Suche nach Archivalien auch diese beiden Bestände zu beachten. |
a. Archivische Bearbeitung: Der Bestand wurde 1998 geordnet und erschlossen (40 Archivalieneinheiten).
b. Bestandsgeschichte: Wann das hier verzeichnete Schriftgut an das Archiv der Landeskirche Hamburg abgegeben wurde, ist nicht ersichtlich. Der Bestand wurde 1991 bei der Auflösung des Kirchenarchivs Hamburg unverzeichnet in das Nordelbische Kirchenarchiv Kiel übernommen.
3. Hinweise auf andere Bestände; Literaturangaben
a. Hinweise auf andere Bestände LKANK, 12.12, Hilfskasse des Geistlichen Ministeriums zu Hamburg (Hamburg) LKANK, 12.14, Stiftung "Witwen und Waisenkasse der Hamburger Landprediger" (Hamburg)
b. Literaturangaben Daur, Georg, Von Predigern und Bürgern. Eine hamburgische Kirchengeschichte von der Reformation bis zur Gegenwart. Hamburg 1970 |
Aufbewahrungsort: Landeskirchliches Archiv Kiel
Zitierweise: Der Bestand ist bei Veröffentlichungen wie folgt zu zitieren: a) Bei Erstnennung des Bestandes volle Zitierform: Landeskirchliches Archiv der Nordkirche, 12.13, Stiftung "Prediger-Witwen- und Waisenkasse des Hamburgischen Ministeriums (Hamburg), Nr. x. b) Bei weiteren Zitaten abgekürzte Zitierform: LKANK, 12.13, Nr. x.
Bitte beachten Sie die Hinweise zur Benutzung! |
| Daur, Georg: Von Predigern und Bürgern. Eine hamburgische Kirchengeschichte von der Reformation bis zur Gegenwart, Hamburg 1970. |