| 12.14 |
| Stiftung "Witwen- und Waisenkasse der Hamburger Landprediger" (Hamburg) |
| 1827-1971 |
Die Witwen- und Waisenkasse der Hamburgischen Landprediger, eine Stiftung bürgerlichen Rechts, wurde 1828 gegründet. Sie diente dem Zweck, denjenigen Pastorenwitwen und Pastorenwaisen der Hamburgischen Landprediger, deren Ehegatten bzw. Väter starben, eine jährliche Pension zu gewähren.
Ab 1928/29 übernahm die Kirchenhauptkasse die Zahlung der Witwen- und Waisengelder für die Hinterbliebenen der hamburgischen Geistlichen; daher wurden die Bestimmungen der Satzung über die Verwendung der Mittel weitgehend außer Kraft gesetzt. Gleichzeitig wurde der Zweck der Stiftung darauf abgestellt, den im Amt oder im Ruhestand befindlichen Pastoren, den Hilfspredigern und Kandidaten der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate und ihren Hinterbliebenen in besonderen Notfällen Unterstützungen zu gewähren und zwar über die "Unterstützungskasse für Pastorenfamilien", der die Erträge aus den beiden Witwenkassen (s.u.) zuflossen. Ab 1955 trat an die Stelle der "Unterstützungskasse für Pastorenfamilien" die neu gegründete "Hilfskasse des Geistlichen Ministeriums zu Hamburg". Eine ursprünglich geplante Auflösung der Witwen- und Waisenkasse im Jahre 1955 kam nicht zustande.
1963 wurde die Satzung nochmals geändert, ohne den Zweck der Stiftung groß zu verändern. Allerdings wurden von jetzt an sowohl die Witwen- und Waisenkasse der Hamburgischen Landprediger wie auch die Stiftung "Prediger-Witwen- und Waisenkasse des Hamburgischen Ministeriums" durch personengleiche Vorstände verwaltet - unter Wahrung ihrer Eigenständigkeit. Alle finanziellen Vorgänge wurden über die "Hilfskasse des Geistlichen Ministeriums abgewickelt". |
a. Archivische Bearbeitung: Die bereits vorliegende Verzeichnung auf Karteikarten wurde überprüft und teilweise übernommen; dabei stellte sich heraus, daß einige der Akten fehlten. Die fehlenden Akten sind vermerkt.
b. Bestandsgeschichte: Wann das hier verzeichnete Schriftgut an das Archiv der Landeskirche Hamburg abgegeben wurde, ist nicht ersichtlich. Der Bestand wurde 1991 bei der Auflösung des Kirchenarchivs Hamburg in das Nordelbische Kirchenarchiv Kiel übernommen.
3. Hinweise auf andere Bestände; Literaturangaben
a. Hinweise auf andere Bestände LKANK, 12.12, Hilfskasse des Geistlichen Ministeriums zu Hamburg (Hamburg) LKANK, 12.13, Stiftung "Prediger-Witwen- und Waisenkasse des hamburgischen Ministeriums" (Hamburg)
b. Literaturangaben Daur, Georg, Von Predigern und Bürgern. Eine hamburgische Kirchengeschichte von der Reformation bis zur Gegenwart. Hamburg 1970
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Aufbewahrungsort: Landeskirchliches Archiv Kiel
Zitierweise: Der Bestand ist bei Veröffentlichungen wie folgt zu zitieren: a) Bei Erstnennung des Bestandes volle Zitierform: Landeskirchliches Archiv der Nordkirche, 12.14, Stiftung "Witwen- und Waisenkasse der Hamburger Landprediger" (Hamburg), Nr. x. b) Bei weiteren Zitaten abgekürzte Zitierform: LKANK, 12.14, Nr. x.
Bitte beachten Sie die Hinweise zur Benutzung! |
| Daur, Georg: Von Predigern und Bürgern. Eine hamburgische Kirchengeschichte von der Reformation bis zur Gegenwart, Hamburg 1970. |