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Landeskirchliches Archiv der Nordkirche

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Archiv Landeskirchliches Archiv Nordkirche
Signatur: 44.04
Name: Evangelisches Stationspfarramt Kiel
Laufzeit: 1800-1951
Geschichte: Bei den Marinestationskommandos der Ostsee in Kiel und der Nordsee in Wilhelmshaven amtierten evangelische Marinestationspfarrer, die auch Marinedekane genannt wurden. Sie versahen für die Marinekirchengemeinde den kirchlichen Auftrag.
Bei dem Marine-Stations-Kommando (ab 1943 Marineoberkommando Ostsee (MOK Ostsee)) residierte auch das Evangelische Stationspfarramt Kiel. Es war für den gesamten Ostseeraum zuständig und übte die Aufsicht über die Standortpfarrer in Pillau, Stralsund, Malente und Eckernförde aus. Es beriet den Stationschef (ab 1935 Kommandierender Admiral) bei der Auswahl der nebenamtlichen Militärgeistlichen und koordinierte ihre Arbeit.
Das Evangelische Stationspfarramt Kiel wurde 1946 aufgelöst.

Die Petruskirche (bis 1945 Garnisonskirche) wurde 1905-09 nach Entwürfen von Robert Curjel und Karl Moser, Karlsruhe, und des Marinestandortbauamts errichtet. Es diente den evangelischen Marinesoldaten und ihren Angehörigen als Pfarrkirche. Nach dem 2.Weltkrieg wurde sie vom Bundesvermögensverwaltungsamt betreut, bis der Kirchenkreis Kiel sie 1981 erwarb. Die Kirchengemeinden Wik-Nord und Wik-Süd (ab 1966 Petrus-Nord und Petrus-Süd) nutzten die Petruskirche bis zum Bau der Lukaskirche. Für die katholischen Marineangehörigen wurde die Kirche St. Heinrich in der Feldstraße errrichtet.

Die Vorgängerin der heutigen Petruskirche, die Pauluskirche, wurde als erste Marinegarnisonskirche 1879 - 1882 von Marineoberingenieur Geißel erbaut. Sie lage aber zu weit ab, so daß man sich zum Bau der Petruskirche entschloß. Zur Vermeidung von Verwechslungen wurde sie 1907 in Pauluskirche umbenannt. So konnte der Kirchengemeindeverband Kiel 1925 die Pauluskirche erwerben. Sie wird bis heute von der Heiligengeistkirchengemeinde genutzt.
Bestandsgeschichte: a. Archivische Bearbeitung
Der Bestand wurde 1997 und 2020 von Ulrich Stenzel erschlossen. 2023 erfolgte eine Revision von Benjamin Hein.

b. Bestandsgeschichte
Der vorliegende Bestand wurde 1993 von der Ev.-Luth. Christus- und Garnison-Kirchengemeinde Wilhelmshaven an das Nordelbische Kirchenarchiv abgegeben. Der Bestand bezieht sich fast ausschließlich auf die Garnisonskirchen und wurde daher als eigener Bestand in das Nordelbische Kirchenarchiv aufgenommen. Es ist zu vermuten, daß die Akten bei der Bereinigung der Marineverwaltungsverhältnisse nach dem 2.Weltkrieg nach Wilhelmshaven gelangt sind. 2020 wurden noch vier Archivalien von der Christus- und Garnisonskirchengemeinde Wilhelmshaven abgegeben.

3. Hinweise auf andere Bestände; Literaturangaben

a. Hinweise auf andere Bestände
Bundesarchiv, BArch RM 26, Evangelische Marineseelsorge in der Reichsmarine und Kriegsmarine (Marinedekane und Marinepfarrämter)

b. Literaturangaben
Heckel, Johannes, Das Recht der Militärkirchenbücher im Gebiet der Evangelischen Kirche der Union. In: Kirche und Staat im 19. und 20. Jahrhundert. - Neustadt/Aisch : Degener, 1968, S. 231-249.
Archiv: Landeskirchliches Archiv Nordkirche
Verweis: 31.1.26 Pfarramt für Militärseelsorge im Nebenamt - Bereich Kiel (Nordelbien)