Martin Beuck wurde am 24.09.1897 in Hörup/Alsen in Nordschleswig geboren, als Sohn des Pastors Johannes Otto Friedrich Beuck und seiner Frau Maria Michaelina, geb. Jacobsen. Während seiner Schulzeit in Hörupkirche und Hadersleben war er im CVJM und im örtlichen Bibelkreis aktiv, bevor er 1918 ein Theologiestudium aufnahm. Sein Studium in Tübingen, Kiel und Rostock, das er im Oktober 1921 mit dem Ersten Staatsexamen abschloss, wurde nicht zuletzt von seiner Mitgliedschaft in der Deutschen Christlichen Studenten-Vereinigung (DCSV) geprägt. Nach der weiteren Ausbildung im Predigerseminar Preetz und der Vikariatszeit in Rickling erlangte Martin Beuck im Oktober 1922 das Zweite Staatsexamen in Kiel. In den folgenden Jahren widmete sich Beuck der Jugendarbeit, zunächst im Rahmen der Fürsorge-Erziehung in Rickling, ab Februar 1923 in der Kirchengemeinde Hamburg-St. Pauli. Dort lernte er bei der Jugendarbeit seine spätere Frau, die Lehrerin Else Dreymann, kennen. 1925 heirateten sie und bekamen sieben Kinder. Als 1925 in Elmshorn ein Jugendpfarramt eingerichtet wurde, erhielt Martin Beuck die Stelle und wurde am 27.09.1925 in Elmshorn ordiniert. Seine nächste berufliche Station, nun nicht mehr ausschließlich in der Jugendarbeit, war die Gemeinde Kiebitzreihe, in der er im Dezember 1927 als Pastor tätig wurde. Zusätzlich intensivierte er sein übergemeindliches Engagement: 1929 initiierte er - nach einem Vorbild aus Bayern - den „Bruderkreis junger Theologen in Schleswig-Holstein und gab bis Juni 1934 insgesamt 36 Rundbriefe heraus. Über den Christlich-Sozialen Volksdienst (CSVD) betätigte sich Beuck auch politisch. Im März 1933 stand wiederum ein beruflicher Wechsel an. Martin Beuck übernahm das Amt des Gemeindepastors in Wacken, das er bis zu seiner Pensionierung im Oktober 1964 innehatte. Einen wesentlichen Anteil der Kinder- und Frauenarbeit in allen Dörfern konnte Pastor Beuck nur mit Unterstützung seiner Frau leisten. Insbesondere zu Beginn der NS-Zeit unterhielt er Verbindungen zur Bekennenden Kirche. Neben einer regen journalistischen Tätigkeit verfasste Beuck während seiner beruflichen Laufbahn zahlreiche Aufsätze, vorrangig zu theologischen Fragen, und äußerte sich wiederholt zu politischen Themen. Martin Beuck verstarb am 11.04.1988 in Hamburg-Rahlstedt. Er wurde direkt neben der Wackener Kirche im Familiengrab beigesetzt. |
a. Archivarische Bearbeitung 2005 wurde der Bestand vom Praktikanten Sören Klein geordnet, verzeichnet und in die Verzeichnungdatenbank Augias 7.4 eingegeben.
b. Bestandsgeschichte Das Schriftgut wurde nach dem Tod von den Kindern verwahrt. 2004 konnte das Nordelbische Kirchenarchiv das Schriftgut als Depositum übernehmen. Es war zwar nicht geordnet, aber nach einer groben Einteilung sortiert. Der Bestand umfasst Tagebücher, Predigten, Geschichte der Kirchengemeinde Wacken, theologische Aufsätze, Materialsammlung u.a. zur politischen Entwicklung und Bekennende Kirche.
3. Hinweise auf andere Bestände; Literaturangaben
a. Hinweise auf andere Bestände keine
b. Literaturangaben https://de.wikipedia.org/wiki/Bruderkreis_junger_Theologen (abgerufen am 24.6.2021) https://pastorenverzeichnis.de/person/martin-gerhard-theodor-beuck/ (abgerufen am 14.07.2022) |