| Ebert, Paul (Pastor) |
| 1892-1901 |
Paul Gottfried Ebert wurde am 24.04.1865 in Danzig geboren. Sein Vater war der Pastor Johann Hermann Ebert. Nach dem Theologiestudium wurde er am 19.12.1893 in der Hamburger St. Petri-Kirche ordiniert. Zunächst war er Hilfsprediger in Moorfleet und ab 1897 an St. Thomas, wo er ab 1900 die dritte Pfarrstelle übernahmen. Damals gab es auf der Veddel noch keine Kirche und die Gemeindeglieder musst nach Rothenburg fahren. 1905 gründete Ebert einen Kirchenbauverein mit dem Ziel eines Kirchbaus. Die Stadt Hamburg stellt ein Grundstück, auf dem auch Pastorat und Gemeindesaal entstehen konnten. 1905 konnte die Immanuel-Kirche geweiht werden. Als die Gemeinde 1925 selbstständig wurde, wurde Ebert ihr Pastor. Er war Gegner der Frauenordination. So wurde er 1926-1927 Mitglied im Auschuss "betr. Ordination von Fräulein Kunert", der den Antrag der Kirchenleitung zur Ordination von Sophie Kunert ablehnte und ihr nicht mal im Notfall die Erlaubnis geben wollte, das Sakrament auszuteilen. Während der 1920er Jahre war er außerdem Vorsitzender der Hamburger Alldeutschen. Zudem war er zu einem früheren Zeitpunkt im Evangelisch-sozialen Arbeiter-Verein zu Hamburg. Ab 1935 war er Leiter der Deutschen Christen in Hamburg. Zeit seines Lebens war er stark publizistisch tätig und gab diverse Veröffentlichungen auch im Selbstverlag heraus. Nach seiner Emeritierung im Oktober 1933 war er 1937-1941 noch mit einem Dienstauftrag im Versorgungsheim Farmsen und im Krankenhaus Friedrichsberg betraut. Paul Ebert starb am 21.12.1944 in Hamburg in Folge eines Unfalls. |
a. Archivische Bearbeitung Der Bestand wurde 2005 von Michael Kirschke als Nachlass diverser Theologen erschlossen. 2020 wurde der Bestand als Sammlung Predigten und Studiennachschriften im Zuge der Einführung der neuen Tektonik umbenannt. 2021 wurde das Sammlungprofil überarbeitet und für die Studienmitschriften und die Predigten wurden zwei separate Bestände gebildet. Dazu wurden noch 14 Nachlässe ausgegliedert. Die Nr. 3 wurde im Zuge der Auflösung des Bestands 64.11 Dokumentation zugeordnet und erschlossen. Der vorliegende Bestand wurde 2021 von Benjamin Hein erschlossen.
b. Bestandsgeschichte Die Handschriften wurde dem Landeskirchlichen Archiv 2005 von der Nordelbischen Kirchenbibliothek übereignet. Die Vorlesungsnachschriften des mecklenburger Pastors Heinrich Friedrich Lindemann wurden an das damalige Landeskirchliche Archiv in Schwerin abgegeben. Die Schriften von Pastoren Hugo Poppe und von Boltenstern wurden an das damalige Kirchenkreisarchiv Alt-Hamburg abgegeben, weil dort die Nachlässe der Pastoren verwahrt werden. |
Aufbewahrungsort: Landeskirchliches Archiv Kiel
Zitierweise: Der Bestand ist bei Veröffentlichungen wie folgt zu zitieren: a) Bei Erstnennung des Bestandes volle Zitierform: Landeskirchliches Archiv der Nordkirche, Ebert, Paul (Pastor), Nr. x. b) Bei weiteren Zitaten abgekürzte Zitierform: LKANK, Ebert, Paul, Nr. x.
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