| Epha, Oskar (Präsident des Landeskirchenamts) |
| 1848-1980 |
Oskar Epha wurde am 2.11.1901 in Kiel geboren. Nach dem Schulbesuch studierte er Rechtswissenschaften in Kiel und Tübingen. 1926 wurde er promoviert. 1927 trat in den Dienst der Landeskirche Schleswig-Holsteins und wurde zunächst juristischer Hilfsarbeiter, 1929 Konsistorialassessor und 1933 Konsistorialrat. 1933 trat er der NSDAP bei. Bereits 1933 war er kommissarischer Geschäftsführer und Direktor des Landesvereins für Innere Mission Schleswig-Holstein in Rickling, der später im Landesverband für Innere Mission aufging. Nach dem Kriegsdienst bei der Marine wurde er 1945 auf Veranlassung der britischen Militärbehörde als Direktor des Landesverbands entlassen. 1947 gelang ihm die Rückkehr ins Landeskirchenamt, wo er 1948 Oberkonsistorialrat wurde. 1954 wurde er als Nachfolger von Herbert Bührke Präsident des Landeskirchenamts bis zu seinem Ruhestand 1964. In dieser Zeit war er maßgeblich an der Entstehung des Staatskirchenvertrages 1957 und der Rechtsordnung als landeskirchliche Verfassung 1958 und beteiligt. Er saß im Vorstand des Evangelischen Presseverbandes Nord, war Schatzmeister des Evangelischen Presseverbandes für Deutschland und Vorsitzender des Schlichtungswesens des Diakonischen Werkes. Auch nach seiner Zurruhesetzung fungierte Epha als Gutachter in Verfassungsfragen und widmete sich Problemen des Patronatsrechts.
Dr. Oskar Epha verstarb am 11.September 1982 in Kiel.
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a. Archivarische Bearbeitung Der Nachlass wurde 1978 in der vorliegenden Form von Horst Weimann geordnet und verzeichnet, z.T. nach Vorgaben von Epha selbst. Der 1985 abgelieferte Nachtrag (ab Nr. 895) wurde 1992 von Thomas Sahm verzeichnet. 1997 wurde der Bestand im Nordelbischen Kirchenarchiv in die EDV eingegeben, neu nummeriert und teilindiziert. Die vorgegebene Klassifikation wurde übernommen.
Die laufenden Nummern 93 und 782 sind nicht besetzt.
b. Bestandsgeschichte Epha selber hatte das Archivschriftgut in den Jahren 1977/78 an das Nordelbische Kirchenarchiv übergeben. 1983 ließ die Familie aus dem Nachlass weitere Unterlagen folgen.
Es handelt sich vor allem um Rundschreiben, Berichte, Verfügungen und Umdrucke als Material für den Entwurf einer Rechts- und Verwaltungsordnung sowie eine Sammlung von Schreiben mit persönlichem Bezug. Der Bestand ist geprägt durch eine Einzelblatt-Verzeichnung.
3. Hinweise auf andere Bestände; Literaturangaben
a. Hinweise auf andere Bestände LKANK, 11.11, Landeskirchenamt (Schleswig-Holstein) Landesverein für Innere Mission, Rickling
b. Literaturangaben Epha, Oskar: Der Landesverein für Innere Mission in Schleswig-Holstein in der Zeit der Weimarer Republik und des Dritten Reiches. Rickling, 1975. Linck, Stephan: Neue Anfänge? Der Umgang mit der Evangelischen Kirche mit der NS-Vergangenheit und ihr Verhältnis zum Judentum. Die Landeskirchen in Nordelbien. Kiel: Lutherische Verlagsgesellschaft, 2013. |
Aufbewahrungsort: Landeskirchliches Archiv Kiel
Zitierweise: Der Bestand ist bei Veröffentlichungen wie folgt zu zitieren: a) Bei Erstnennung des Bestandes volle Zitierform: Landeskirchliches Archiv der Nordkirche, Epha, Oskar (Präsident des Landeskirchenamtes), Nr. x. b) Bei weiteren Zitaten abgekürzte Zitierform: LKANK, Epha, Oskar, Nr. x.
Bitte beachten Sie die Hinweise zur Benutzung! |
Epha, Oskar: Der Landesverein für Innere Mission in Schleswig-Holstein in der Zeit der Weimarer Republik und des Dritten Reiches, Rickling 1975. Linck, Stephan: Neue Anfänge? Der Umgang mit der Evangelischen Kirche mit der NS-Vergangenheit und ihr Verhältnis zum Judentum. Die Landeskirchen in Nordelbien, Bd. 1: 1945-1965, Kiel 2013. |