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| Archiv | Landeskirchliches Archiv Nordkirche |
| Name: | Glaeser, Hans Christel (Pastor) |
| Laufzeit: | 1925-1943 |
| Geschichte: | Hans Christel Glaeser wurde am 30. September 1870 als Sohn des Pastors in Zabeln im Kurland geboren. Nach der Reifeprüfung am humanistischen Gymnasium in Goldingen studierte Glaeser von 1889 bis 1893 Theologie an der Universität in Dorpat. Nach dem in Mitau bestandenen Konsistorialexamen war er zunächst als Hauslehrer tätig, dann als Pastor adjunkt bei seinem Vater, dann bei Propst Berndt in Windau, dessen Pfarrstelle er 1898/1900 erhielt. 1906 floh er nach Deutschland und kehrte bereits im Oktober 1906 ins Baltikum zurück und übernahm an der Stadtschule in Riga eine Stelle als Religionslehrer. Von 1909 bis 1918 war Glaeser Pastor in Neugut im Kurland. Zu seinem Schicksal während des Ersten Weltkrieges macht er in seinem Lebenslauf in seiner Personalakte keine Angaben. Er verließ Neugut Ende 1918, ging nach Mitau und landete im Januar 1919 in Stettin. Im März 1919 wurde Glaeser als Hilfsgeistlicher nach Swantow auf Rügen geschickt. Zum 1. September 1920 erhielt er die dortige Pfarrstelle. Glaeser schloss sich dem Pfarrerverein der Provinz Pommern an und entwickelte für die vom Pfarrverein herausgegebenen Pfarralmanache neue Konzeptionen. Glaesers statistische Arbeiten zur Provinz Pommern sind Bestandteil des Werks: Das Evangelische Pommern. In den 1930er Jahren schloss sich Glaeser dem Bruderrat der Bekennenden Kirche unter der Leitung von Superintendent Karl von Scheven an. Für den Bereich der Insel Rügen übernahm er auch Verantwortung. Das spiegelt sich auch in seinem Nachlass wider. Im Oktober 1949 bat Glaeser um seine Versetzung in den Ruhestand. Am 9. Februar 1950 verstarb Hans Christel Glaeser. |
| Bestandsgeschichte: | a. Archivische Bearbeitung Der Bestand Pfarrer Hans Christel Glaeser (1870-1950) wurde von Diplomarchivarin Ulrike Reinfeldt in den Räumen des Landeskirchlichen Archivs Schwerin geordnet und mit Hilfe der Archivsoftware AUGIAS 8.3 verzeichnet und klassifiziert. Im Mai 2023 erfolgte eine Revision des Bestandes durch Richard Nölleke. Der Bestand ist vollständig verzeichnet und technisch bearbeitet. b. Bestandsgeschichte Aufgrund der ungeeigneten Lagerungsbedingungen im Landeskirchlichen Archiv Greifswald erfolgte 2014 die Verlegung in das Landeskirchliche Archiv Außenstelle Schwerin. Der Bestand umfasst 34 Verzeichnungseinheiten und besteht zu einem überwiegenden Teil aus amtlichem Schriftgut. 3.Hinweise auf andere Bestände; Literaturangaben a.Hinweise auf andere Bestände Es kann auch in folgenden Beständen Archivgut gefunden werden: LKANK, 15.10.1, Personalakten der Pastoren (Pommern) b.Literaturangaben (Auswahl): Atlas der Kirchenprovinz Pommern 1931 : 1:200.000 / nach der von Hans Christel Glaeser erarb. Karte der Kirchenprovinz Pommern. Neu hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte. Mit einer Einf. von Norbert Buske. Schwerin : Helms, 2005 (Original: 1931). Beiträge zur pommerschen Landes-, Kirchen- und Kunstgeschichte, 6. |
| Bemerkung: | Aufbewahrungsort: Landeskirchliches Archiv - Außenstelle Schwerin Zitierweise: Der Bestand ist bei Veröffentlichungen wie folgt zu zitieren: a) Bei Erstnennung des Bestandes volle Zitierform: Landeskirchliches Archiv der Nordkirche, 5, Glaeser, Hans Christel (Pastor), Nr. b) Bei weiteren Zitaten abgekürzte Zitierform: LKANK, 5, Nr. Bitte beachten Sie die Hinweise zur Benutzung! |
| Literatur: | Buske, Norbert: Atlas der Kirchenprovinz Pommern 1931. Beiträge zur pommerschen Landes-, Kirchen- und Kunstgeschichte, Band 6, Schwerin 2005. |
| Archiv: | Landeskirchliches Archiv Nordkirche |